6. August 2026 · 2 Min. Lesezeit
EAG-Förderung 2026: So holen Gemeinden das Maximum für ihre PV-Projekte

Die kurze Antwort: 2026 fördert der Bund PV-Anlagen über den EAG-Investitionszuschuss mit bis zu 150 €/kWp und Stromspeicher mit bis zu 150 €/kWh, bei einem Budget von über 60 Millionen Euro. Wer Komponenten aus europäischer Fertigung einsetzt, erhält den „Made in Europe“-Bonus von bis zu +30 %. Vergeben wird in mehreren Fördercalls über das Jahr (2026: Frühjahr, Sommer, Herbst) — wer vorbereitet ist, reicht am ersten Tag des Calls ein. Zusätzlich gibt es je nach Bundesland kombinierbare Landesförderungen.
Welche Förderungen kann eine Gemeinde 2026 kombinieren?
- EAG-Investitionszuschuss (über das EAG-Abwicklungsportal/OeMAG): der Basisbaustein für Anlagen bis in den mittleren Leistungsbereich; für Großanlagen ist alternativ die EAG-Marktprämie (geförderte Einspeisung) relevant — beides zugleich geht nicht, es gilt: rechnen
- „Made in Europe“-Bonus: bis zu +30 % auf den Zuschuss bei europäischen Modulen/Komponenten — bei der Ausschreibung gleich mitdenken
- Landesprogramme: je nach Bundesland eigene Töpfe (z. B. Speicherförderungen, Ökofonds, Gemeindepakete) — viele sind mit dem EAG-Zuschuss kombinierbar
- Klima- und Energiefonds: Programme wie die Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) unterstützen Gemeinden bei Planung und Umsetzung; KEM-Manager sind wertvolle Verbündete im Prozess
- Energiegemeinschaften: kein Zuschuss, aber ein Geschäftsmodell — reduzierte Netzentgelte und Abgaben machen lokalen Stromverkauf attraktiv
Warum Gemeinden bei Fördercalls oft leer ausgehen
Die Calls sind schnell ausgeschöpft — und ein Antrag braucht ein fertiges Projekt: Fläche, Dimensionierung, Netzanschluss-Zusage, Angebote. Gemeinden, die erst beim Öffnen des Calls zu planen beginnen, verpassen ihn. Die Reihenfolge muss umgekehrt sein: erst Potenzial kennen und Projekt qualifizieren, dann auf den Call warten und sofort einreichen.
Genau dafür ist die Potenzialanalyse gedacht: Sie liefert der Gemeinde eine priorisierte, umsetzungsreife Projektliste — inklusive Förderstrategie pro Projekt. Wenn der nächste Call öffnet, liegt der Antrag fertig in der Schublade.
Drei praktische Tipps
- Statik und Netzanschluss früh klären — beides sind die häufigsten Verzögerer zwischen Beschluss und Einreichung
- Eigenverbrauch priorisieren: Schulen, Ämter und Kläranlagen verbrauchen tagsüber — jede selbst verbrauchte Kilowattstunde bringt mehr als die Einspeisung
- Bündeln: Mehrere Gemeindegebäude als Paket ausschreiben senkt die Kosten pro kWp und stärkt die Verhandlungsposition
Alle Angaben zu Fördersätzen und Calls: Stand August 2026, ohne Gewähr — maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des EAG-Abwicklungsportals bzw. der Landesprogramme. Wir prüfen die aktuelle Förderkulisse projektbezogen in der Potenzialanalyse.